Insel Rügen

Von sanften Hügeln, ausgedehnten Wäldern und an zwei Seiten vom Meer umgeben, liegt das Ostseebad Göhren auf einer Anhöhe. Weitblick garantiert! Die ganze landschaftliche Vielfalt der Halbinsel Mönchgut kann man von hier oben überblicken. Beim Bummel durch das Ostseebad spürt man den Charme längst vergangener Zeiten. Für anspruchsvolle Badegäste im Stil der sogenannten Bäderarchitektur (Ende 19./Anfang 20. Jh.) erbaute Unterkünfte erstrahlen heute in neuem Glanz: Schneeweiße Villen mit verspielten Schnitzereien an Balkonen, Veranden und Giebeln, mit verschnörkelten Säulen, Erkern und Türmchen prägen das malerische Ortsbild.

Ein Paradestück der Bäderarchitektur ist das „Haus Hohenzollern“ in der Waldstraße. Wunderschön sind die Loggien, die Balkone und vor allem der filigran gearbeitete hölzerne Giebel. Hotels und Pensionen, Restaurants und Eiscafés, Boutiquen und originelle kleine Geschäfte sind heute in den schmucken Bäderstil-Villen untergebracht, die teilweise noch an Kopfsteinpflasterstraßen liegen. Mittendrin: Wunderschöne rohrgedeckte Fachwerkbauten, in denen sich beispielsweise die Göhrener Museen befinden. Das Heimatmuseum, in dem die geschichtsträchtigen Besonderheiten der Halbinsel Mönchgut zu sehen sind, ist nur wenige Schritte vom Museumshof entfernt.

125 Jahre ist es her, dass der idyllische Fischerort Göhren zum Ostseebad ernannt wurde. Heute zeugen die außergewöhnlich liebevoll geführten Museen vom bescheidenen Leben der Fischer-Bauern, vom Badeleben anno dazumal… Die Schmalspurbahn „Rasender Roland“ dampft schon seit über hundert Jahren durch die Ostseebäder.

Ostseebad der zwei Strände

Östlichster Punkt der Insel Rügen ist das Nordperd. Der bewaldete und bis zu 60 Meter hohe Moränenzug, der mit seinen bizarren Steilküsten ins Meer hineinragt, beschert dem Ort zwei traumhafte Strände. Der bis Lobbe reichende Südstrand gilt als Geheimtipp. Hier baden vor allem die Einheimischen. Wer einen Strandkorb möchte und das turbulente Badeleben, ist am drei Kilometer langen, feinsandigen Nordstrand besser aufgehoben. Vom Strandkorb geht’s dann zum Flanieren direkt auf die Promenade und zum Musikpavillon im Kurpark. Diese zauberhafte Pavillon- Anlage mit Wandelhalle, Türmchen, Rundbogen und Eck-Pavillons, wurde 1924 mit Elementen der Bäderarchitektur errichtet und soll jetzt (2002/2003) im alten Stil komplett erneuert werden.


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Freitag, der 25. Juli 2008